Online Casinos in Zeiten der Rezession
In den vereinigten Staaten wurden vor etwas mehr als 2 Jahren Glücksspiele im Internet faktisch verboten. Denn seit Oktober 2006 dürfen dort keine Zahlungen mehr zwischen Kunden und Anbietern von Online Glücksspielen verarbeitet werden. Wer Casino Spiele nutzen möchte, kann dort also nicht mehr Neteller & Co. verwenden.
Dies führte zu einem massiven Einbruch des Glücksspielgeschäfts in den USA. Die anhaltende Finanzkrise, die Experten zufolge ihren Zenit noch lange nicht erreicht hat, wirkt sich ähnlich negativ auf die Branche aus. Allerdings sind hiervon vor allem traditionelle Casinos betroffen, da diese z.B. für neue Slotparks oder Hotel- und Restaurantinvestitionen auf Kredite angewiesen sind. Ein Online Casino ist hingegen leichter eingerichtet. Neben einer ausreichenden Anzahl stabiler Server ist es hier vor allem die Software die entwickelt werden muss (sofern nicht auf eine bereits vorhandene Lösung von z.B. Cryptologic oder BossMedia zurückgegriffen wird). Gleichwohl leiden auch manche Online Casinos derzeit unter der Wirtschaftsflaute, da der Groschen beim Bürger verständlicherweise weniger locker sitzt.
Das Ergebnis ist nicht unbedingt schlechter Natur. Die Menschen spielen zwar insgesamt weniger. Bevor sie spielen, informieren sie sich jedoch umso intensiver über die möglichen Spielorte. Es entstehen kostenlose Foren und Portale, in denen sich die Kunden austauschen können. Auf diese Weise wird der Markt transparent. Schwarze Schafe können sich nicht mehr mit den Einsätzen von gnädigen Gelegenheitsspielern über Wasser halten und Qualität setzt sich durch. Der Markt ist also nach der Dürreperiode zwar kleiner, aber auch effizienter. Unternehmensvorstände haben hierfür ein eigenes Wort geschöpft: Gesundschrumpfen. In dieser Hinsicht einmal kein unangemessener Euphemismus.